Hamburger Unternehmer sehen Betriebsprüfungen gelassen

So jedenfalls könnte man das Ergebnis unserer lockeren Befragung zusammenfassen, die wir vor wenigen Minuten beim zweiten Event der sybo-Roadshow “Digitale Betriebsprüfung (GDPdU) - Ende der Schonzeit” hier in der Hamburger Commerzbank-Zentrale erlebt haben.

Gelassenheit und kompetente Informationen sind die Grundlage für erfolgreiches GDPdU-Management. Beides konnte den etwa 80 anwesenden Unternehmern vermittelt werden, so jedenfalls mein Eindruck bisher. Damit ist diese Veranstaltung übrigens ebenso ausgebucht wie eine Woche zuvor in Frankfurt. Gute Gründe, dies in anderen Orten oder auch in HH und FFM zu wiederholen?

Wir werden in den nächsten Tagen einige wesentliche Ergebnisse der Vorträge zusammenfassen und für unsere geneigten Blogleser auch Fotos einstellen. Hier jedenfalls schon einmal vorab live und in Farbe die Riege der geschätzten Referenten:

(v.l.n.r.) Harald Becker (Systemberatung), Dirk-Peter Kuballa (Finanzministerium Kiel), unser Gastgeber André Nogat (Commerzbank), Otto-A. Peters (Vorstand sybo AG), Axel Eichel (Iron Mountain) und der live bloggende Moderator.

Nachtrag 24.1. Zu den weiteren Veranstaltungsfotos geht es hier lang.

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2 Kommentare

  1. Peter Scheller
    Geschrieben 25. Januar 2010 at 16:40 | Permalink

    In der Veranstaltung konnte ich einige Fragen loswerden, ohne diese endgültig beantwortet zu bekommen. Die Fragen lauteten:

    - Wie weit geht das Recht zu Prüfung digitaler Daten bei Auslandsgesellschaften, die im Inland Niederlassungen und Betriebsstätten haben?
    - Wie weit geht das Recht zur Prüfung digitaler Daten bei Inlandsgesellschaften, die im Ausland Niederlassungen und Betriebsstätten unterhalten?

    Diese Fragen sind je nach Fallgestaltung außerordentlich schwierig zu beantworten, betreffen doch Zugriffsrechte der Finanzverwaltung u.U. Daten, die im Inland gar nicht vorgehalten werden. Und was geschieht beispielsweise, wenn ausländische Rechtsordnungen die Herausgabe von Daten verbieten (z.B. wegen ausländischer Vorschriften zum Datenschutz).

    Die Finanzverwaltung hat sich zu diesen Fragen bisher nicht geäußert. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Finanzverwaltung zu den außerordentlich komplexen Fragestellungen äußern wird.

    Erstaunlich ist, dass diese Fragestellungen im Jahr 9 der GDPdU weder Finanzbehörde noch Finanzgerichte beschäftigt hat. Wahrscheinlich drücken sich Betriebsprüfer in solchen Fällen um das Problem herum und prüfen anhand von vorgelegten Papierbelegen.

  2. Geschrieben 27. Januar 2010 at 10:54 | Permalink

    Eine sehr interessante Veranstaltung, die zum Teil noch den Hauch von Zukunftsmusik hat, da viele sich noch nie damit beschäftigt haben. Als Hersteller von Gastronomiesystemsoftware und Abrechnungssystemen für die Gastronomie sind wir täglich damit konfrontiert. Wir verfolgen gespannt die Entwicklung.

    Vielen Dank für die tolle Veranstaltung, in der es aus meiner Sicht sehr gut gelungen ist, die Probleme, Lösungswege und zukünftige Entwicklung als Basisinformation zu beschreiben. Für weiterführende Informationen werden hoffentlich noch Veranstaltungen folgen.

Ein Trackback

  1. By Wohin ist die Mauer eigentlich gefallen? on 10. Mai 2010 at 08:01

    [...] lassen eine Totalüberwachung aller Bürger und Unternehmen bis zum letzten Cent zu (z. B. Schnüffelei unter dem Deckmantel GDPdU). Kritiker werden als Verschwörungstheoretiker verunglimpft. Unangenehme Steuerfahnder werden mit [...]

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